Praeguseks unustusehõlma vajunud baltisaksa kirjaniku Eduard von Keyserlingi loomingut hinnati tema eluajal kõrgelt ja seda kõrvutati Turgenevi, Fontane'i ja Bangi omaga. Aadliseisuse kriitikuna näitab ta oma traagilistes armastuslugudes aadliseisuse allakäiku.
Eduard von Keyserling (1855-1918) – sein Name ist heute weithin unbekannt, seine Erzählungen sind seit Jahrzehnten so gut wie vergessen – zählte zu seinen Lebzeiten zur literarischen Prominenz. Thomas Mann und Lion Feuchtwanger würdigten ihn, Wedekind und Rilke waren mit ihm befreundet. Max Halbe und Korfiz Holm gedachten seiner mit Verehrung in ihren autobiographischen Erinnerungen aus der Zeit der Münchener Boheme, zu deren namhaftesten Vertretern er bis zu seiner Erblindung im Jahre 1908 gehört hatte. An Turgenjew, Fontane und Bang geschult, entwickelte er sich in München, wo er seit 1895 ansässig war, zu einem stilbewussten, brillanten Schilderer des untergehenden baltischen Landadels, dem er selbst entstammt. Als Kritiker seiner Kaste zeigt er in seinen tragischen Liebesgeschichten den unaufhaltsamen Verfall der «abendlichen Häuser» und verdichtet ihn zu einem symbolträchtigen Sonnenuntergang von aussergewöhnlicher Farbenpracht.
Inhalt:
- Die Soldaten-Kersta
- Der Beruf
- Schwüle Tage
- Dumala
- Wellen
- Abendliche Häuser
- Nachwort