«Tõe ja õiguse» 5. köites pöördub
Indrek kodutallu Vargamäele tagasi.
In diesem letzten Band des Romanzyklus «Wahrheit und Recht» von
Anton Hansen Tammsaare (1878-1940) wird das Fazit der Lebenserfahrungen des Bauern Andres und seines Sohnes
Indrek gezogen. Auch hier wird ein in sich abgeschlossener Lebensabschnitt der Hauptpersonen geschildert. Anspielungen auf früheres Geschehen werden durch Fussnoten und eine Inhaltsübersicht aller Bände verständlich.
Der Lehrer
Indrek Paas kehrt in seine Heimat zurück. In
Wargamäe, bei dem Vater in der Kate, der den Hof dem Schwiegersohn übergeben hat, in der Einsamkeit der Moorlandschaft sucht er Ruhe und Abstand von seiner gescheiterten Ehe, dem Tod seiner Frau und anderen bitteren Erfahrungen – auch mit sich selbst. In der Entwässerung des Moors entdeckt er für sich eine neue Lebensaufgabe. Er sticht neue Gräben aus und gewinnt für die Regulierung des
Wargamäe-Flusses sowohl die Anlieger als auch die Regierung, so dass ein alter Wunschtraum des Vaters, Moor in Ackerland zu verwandeln, verwirklicht wird. Doch es geht in diesem Roman auch um die verfeindeten Bewohner des Ober- und Niederhofes, die beiden eigensinnigen Alten Andres und Pearu und um Tiina, die in Indreks Haushalt Dienstmädchen war und nun Magd auf dem Oberhof geworden ist. Tammsaare zeigt das estnische Dorf der dreissiger Jahre und das komplizierte Zusammenleben der Menschen, die einander nicht verstehen, weil sie ihre geheimen Wünsche und Absichten verbergen, einander täuschen, belügen und missdeuten. Nur die Wahrheit verhilft Tiina schliesslich zu ihrem Glück und
Indrek zu einem Neubeginn.